Hegeringversammlung beschließt Schießstandertüchtigung

Im Jahre 1958 wurde der Schießstand des Hegerings Sundern eingeweiht. Über die vielen Jahre des Betriebes wurden immer wieder Umbauten und Erweiterungen vorgenommen. Den sich ändernden Anforderungen aber ist der Schießstand gegenwärtig nicht mehr gewachsen. Insbesondere die Kugelfänge müssen neu gestaltet werden. Zudem bringt

Hegeringleiter F. Andreas Kaiser stellte die Planungen für die Ertüchtigung vor

das geänderte Landesjagdgesetz das Erfordernis, zukünftig die jagdlich genutzten Kugelwaffen mit bleifreier Munition einzuschießen. Bleifreie Munition ist jedoch auf der Hegeringsanlage derzeit nicht zugelassen. Nur 11 von 73 Schießständen in NRW sind derzeit überhaupt dazu zugelassen, das dort mit bleifreier Kugelmunition geschossen wird.

Um den Schießstand für diese neuen Anforderungen zu ertüchtigen sind Umbaumaßnahmen insb. im Bereich der Kugelfänge erforderlich. Vorgesehen ist zudem die Öffnung des Kurzwaffenstandes, um den in der Vergangenheit immer wieder auftretenden Belüftungsproblemen zu begegnen. Die fünf Kugelbahnen sollen so umgebaut werden, dass diese alle sowohl auf 100m als auch auf 50m beschossen werden können. Der laufende Keiler wird zukünftig in beide Richtungen zu beschießen sein. Damit sind die geforderten Disziplinen für den jährlichen Schießnachweis auf der Anlage auch zukünftig möglich. Die bestehende Kipphasenanlage wird zusätzlich um einen Rollhasen ergänzt. Der Trap-Stand kann in der verfügbaren Fläche dagegen leider nicht erhalten werden.

Christian Junge vom Landesjagdverband erläuterte die Fördermöglichkeiten

Die Umbaumaßnahmen werden mit Gesamtkosten von 1,3 Mio. EUR veranschlagt. Christian Junge von der Geschäftsstelle des LJV konnte hierzu die gute Nachricht überbringen, dass auf diese Summe eine Förderung aus der Jagdabgabe von 80% der Gesamtkosten möglich ist. Die verbleibenden Mittel muss als Eigenanteil des Hegerings erbracht werden. Hierzu ruft der Hegering zu Spenden auf.

Hegeringleiter F. Andreas Kaiser berichtete, dass als erster Schritt das Gelände des Schießstandes erworben werden soll. Der Kauf, der bereits seit mehren Jahrzehnten angestrebt wurde, ist nun möglich geworden. Der Kaufvertrag ist – vorbehaltlich der Zustimmung der Generalversammlung – bereits abgeschlossen.

Im kommenden Jahr werden die Planungen detailliert und die notwendigen Bauanträge gestellt. Im Folgejahr wird dann der Zuschußantrag gestellt, dessen Bescheidung vor Aufnahme der Bauarbeiten zunächst abzuwarten ist. Mit dem Umbau der Bahnen wird dann Anfang 2019 gerechnet. Die Umbauten selber werden mit etwa 6-9 Monate erwartet, in denen der Schießstandbetrieb ruht.

Aus der Mitgliederversammlung wurden noch einige vertiefende Fragen aufgeworfen, aufgrund derer der Vorstand einzelne Aspekte der derzeitigen Planung vertiefend erläuterte. In der anschließende Abstimmung sprach sich die Hegeringversammlung einstimmig für den Erwerb des Schießstand-Grundstücks und die Einleitung der weiteren Maßnahmen zur Schießstandertüchtigung aus.

Nach dem Umbau verfügt der Hegering Sundern dann über einen der modernsten Schießstände landesweit und ist damit für die Herausforderungen der kommenden Jahre bestens gerüstet.

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