Jagdschein, Ausbildungskurs 2017/18

Der Hegering-Sundern bietet mit seiner „Jagdschule Röhrtal“ Ausbildungslehrlänge für die Jagdscheinprüfung an. Auf dem Hegerings Schießstand, Schwemker Ring, Sundern findet aus diesem Grund eine Infoveranstaltung am Mittwoch, den 23. August 2017 um 19:00 Uhr statt. Interessierte können sich dort über den Umfang, dem Ablauf und die Kosten für den Jagdschein unverbindlich informieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für weitere Rückfragen steht der 1. Vorsitzende und Ausbildungsleiter Andreas Kaiser unter der Telefonnummer 0171 7316370 gerne zur Verfügung.

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Christof Brüggemann zum stellvertretenden Vorsitzenden mehrheitlich gewählt

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 26. Juli 2017 wurde der 52-jährige Sunderaner Christof Brüggemann mehrheitlich zum 2., stellvertretenden Vorsitzenden des Hegering-Sundern gewählt.

Es wurde im Vorfeld eine geeignete Person gesucht, die den Vorstand bei der schweren Aufgabe des Schießstandneubaues aktiv unterstützt. Es wurden zahlreiche Gespräche geführt und Christof Brüggemann hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen.

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„Generation Selfie“ will Natur und Landwirtschaft entdecken

Die Ergebnisse der Studie „Fokus Naturbildung“ räumen mit Vorurteilen auf.

Die Natur ist uninteressant, das Landleben langweilig, die Jagd überflüssig und Bäume fällen schlecht für den Wald – diese Vorurteile über Ansichten der „Generation Selfie“ müssen dringend revidiert werden. Denn die neue Studie „Fokus Natur­bildung“ zeichnet ein ganz anderes Bild: Kinder und Jugendliche fühlen sich wohl in der Natur, finden es spannend, sie auf eigene Faust zu entdecken und interessieren sich sehr für die Arbeit der Landwirte, Förster und Jäger. Allerdings kennen sie deren Aufgaben kaum, ebenso wenig wie die eigenen Möglichkeiten, Naturschutz zu betreiben. Außerschulische Lernangebote stellen eine große Chance dar, dies zu ändern.

(DJV / Berlin/ Düsseldorf, 19. Juli 2017) Vor allem Freiheit (74 %) und Abenteuer (71 %), aber auch Stille (53 %) und Gesundheit (42 %) ver­binden junge Menschen mit Natur. Dort suchen sie Spaß und Action sowie einen Ausgleich zum Schulalltag (je 74 %). Das sind zentrale Ergebnisse der Studie „Fokus Naturbildung“. Auftraggeber waren der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV), der i.m.a – information.medien.agrar e. V. und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. (SDW).

Wie geht Naturschutz?

Deutlich mehr als die Hälfte (59 %) der Befragten fühlt sich von der Zerstörung der Natur in Deutsch­land bedroht und 88 Prozent ärgern sich über den sorglosen Umgang mit dieser. Als Konsequenz fühlen sich fast drei Viertel (72 %) der Befragten persönlich verantwortlich für Naturschutz und mehr als die Hälfte (56 %) gibt an, etwas zu tun. Bei konkreter Nachfrage beschränkt sich das Engagement allerdings hauptsächlich auf Mülltrennung und -vermeidung. Besonders erschreckend: Fast einem Viertel der Kinder und Jugendlichen ist überhaupt nicht klar, was sie zum Naturschutz beitragen können.

Schüler wollen Wald und Bauernhof erkunden

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten will bei Schulbesuchen im Wald (77 %) oder auf dem Bauernhof (82 %), dass ihnen dort Menschen ihre Arbeit zeigen und erklären. Sie fänden es zudem interessant, selbst Hand anzulegen (je 71 %). Ein festes Programm sehen sie dabei eher als hinderlich an.

Klares „Ja“ zu schonender Nutzung

Jugendliche in Deutschland stimmen einer schonenden Nutzung der Natur mehrheitlich zu. So sind mehr als 80 Prozent der Jungen und Mädchen der Auffassung, dass Wälder wirtschaftlich genutzt werden dürfen, „solange nicht mehr Holz entnommen wird, als nachwächst“. Auch sagen mehr als 60 Prozent, dass die Jagd wichtig sei, „damit das Wild nicht zu viele Schäden in Wald und Feld anrichtet“. Und fast 80 Prozent sind überzeugt von der Bedeutung der Landwirtschaft „für Pflege und Erhalt von Natur und Landschaft“. Hatten die Befragten einen Bezug zur Land- bzw. Forstwirtschaft oder Jagd, fiel die Bewertung dieser Bereiche noch positiver aus. Die Notwendigkeit der Jagd erkannten dann knapp 80 Prozent (plus 16 Prozentpunkte). Weniger ausgeprägt war dieses Phänomen bei der Land- (plus sieben Prozentpunkte) und Forstwirtschaft (plus drei Prozentpunkte). Allerdings zeigt die Studie auch, dass oftmals nicht bekannt ist, wie die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen konkret aussieht. Die Aufgaben von Landwirten, Förstern und Jägern sind größtenteils unbekannt.

Chancen für die Bildungsarbeit

Der DJV, der i.m.a und die SDW sehen in diesem Kontext großes Potenzial für die bestehenden außerschulischen Lernangebote: Die von den Kindern und Jugendlichen als überwiegend positiv benannten Gefühle gegenüber der Natur insgesamt sowie der Landwirtschaft und dem Wald im Besonderen können zum Erwerb von Kompetenzen für nachhaltiges Handeln genutzt werden. So können außerschulische Lernangebote einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung umweltbewussten Verhaltens und dem Schutz natürlicher Ressourcen leisten und dazu das konkrete „Handwerkszeug“ anbieten. Insgesamt sind weniger starre Strukturen bei der Wissens- und Erfahrungsvermittlung erforderlich, um auf die Interessen und Bedürfnisse der jungen Menschen flexibler eingehen zu können.

Für die Studie „Fokus Naturbildung“ hat das ECOLOG Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung Antworten von mehr als 1.000 Jungen und Mädchen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren ausgewertet. Die Befragung war in zwei qualitative und eine quantitative Teilstudie gegliedert, deren Daten von Frühjahr bis Winter 2016 erhoben wurden. Der qualitative Teil wurde vom IfA Marktforschung Bremer + Partner durchgeführt. Auftraggeber waren der Deutsche Jagdverband e.V. (DJV), der i.m.a – information.medien.agrar e.V. und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW). Gefördert wurde die Studie von der Landwirtschaftlichen Rentenbank und der Stiftung Unternehmen Wald.

Forderungen aus der Studie „Fokus Naturbildung“ für die zukünftige Bildungspolitik und die Angebotsentwicklung

Kurzfristige Ziele: Hinweise für künftige Angebote

Der weit verbreitete Wunsch der Befragten nach Freiheit und Abenteuer sollte bei weniger starren Angeboten die aktive Einbindung und mehr Eigeninitiative der Jugendlichen ermög­lichen.

Jugendliche stimmen einer schonenden Nutzung der Natur zu. Sie haben jedoch kaum Vor­stellungen, wie diese aussehen kann. Die Einbindung von Förstern, Jägern und Landwirten können diese Lücke füllen und zum Beispiel gut in die Nachmittagsangebote der Schulen integriert werden.

Die Studienergebnisse zeigen, dass der Wille zum Naturschutz bei den Kindern und Jugend­lichen groß ist, das Wissen um die eigenen Möglichkeiten allerdings eher gering. Angebote sollten Jugendlichen deshalb Aktionen und Handlungsvorschläge zum Erhalt der natürlichen Ressourcen im Alltag aufzeigen und sie befähigen, das Erlebte in Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt zu setzen und Werthaltungen zu entwickeln. Im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sollen sie sich selbst als aktiven Teil der Natur erleben und Handlungsspielräume finden.

Mittelfristige Ziele: Verbesserung der Rahmenbedingungen

Zur intensiveren Naturbildung vor Ort müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden:

Die Erreichbarkeit naturnaher Räume sollte durch eine geeignete Unterstützung (z. B. ÖPNV-Fahrkostenzuschüsse) erleichtert werden.
In den Bildungsplänen muss ausreichend Zeit für Aufenthalte im Wald, auf dem Bauernhof oder anderen naturnahen Orten vorgesehen werden, beispielsweise in Form eines „Tages für Naturbildung“ pro Schuljahr.
Lehrkräfte müssen über die Angebote ausreichend informiert werden.
Zur Durchführung von Naturbildung vor Ort müssen Kenntnisse über die Bedürfnisse der Jugendlichen und Erfahrungen in der Umsetzung dem pädagogisch arbeitenden Personal der außerschulischen Lernorte vermittelt werden.

Über den DJV:
Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist der Dachverband von 15 Landesjagdverbänden mit 245.000 Jägern. Seine Aufgabe ist der Erhalt, die zukunftsgewandte Weiterentwicklung und der Schutz von Wild, Jagd und Natur. Der DJV ist – nach § 63 Bundesnaturschutzgesetz – eine staatlich anerkannte Naturschutzvereinigung, ebenso wie die meisten Landesjagdverbände. Zu den satzungsgemäß verankerten Aufgaben und Zielen des DJV zählt unter anderem die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen der Aktion “Lernort Natur” laden Jäger Schüler und Jugendliche in ihre Reviere ein, um ihnen die Zusammenhänge in der Natur wieder näher zu bringen.

Kontakt:
Deutscher Jagdverband e. V.
Pressesprecher: Torsten Reinwald
Tel: (0 30) 2 09 13 94-23 Fax: (030) 2 09 13 94-30 | pressestelle@jagdverband.de | Chausseestraße 37 | 10115 Berlin | www.jagdverband.de

Über den i.m.a e.V.:
Als gemeinnütziger Verein informiert der i.m.a e. V. über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und über die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft. Weil immer mehr Menschen immer seltener Gelegenheit haben, sich selbst ein reales Bild von der Landwirtschaft zu machen, kommt es insbesondere darauf an, bereits Kindern und Jugendlichen durch die Bereitstellung von Lehrmaterialien und mit Hilfe von Pädagogen Einblicke in die heutige Welt der Landwirtschaft zu vermitteln. Die i.m.a-Arbeit wird von den deutschen Bäuerinnen und Bauern getragen und von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell gefördert.

Kontakt:
i.m.a – information.medien.agrar e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Bernd Schwintowski
Tel: (0 30) 8 10 56 02-0 | Fax: (0 30) 8 10 56 02-15 | presse@ima-agrar.de | Wilhelmsaue 37 | 10713 Berlin | www.ima-agrar.de

Über die SDW-Schutzgemeinschaft Deutscher Wald:
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Bundesverband e.V. (SDW) ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Zweck zum Schutz des Waldes und der Landschaft. 1947 wurde die SDW in Bad Honnef gegründet und ist damit eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Die Aktivitäten der SDW richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und Akteure aus den Bereichen Naturschutz, Forstwirtschaft, ländlicher Raum und Bildung. Hierbei werden moderne bildungs- und erlebnispädagogische Kenntnisse und Vermittlungsmethoden angewendet, um so den Wert des Ökosystems Wald den Menschen nahe zu bringen und zum aktiven Naturschutz beizutragen.

Kontakt:
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Bundesverband e.V. (SDW)
Pressereferentin: Sabine Krömer-Butz
Tel: (02 28) 9 45 98-3 56 Fax: (02 28) 9 45 98-33 | sabine.kroemer-butz@sdw.de | Dechenstraße 8 | 53115 Bonn | www.sdw.de

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Schulungsangebot „Mein erster Einsatz – Allein im Wald und auf dem Flur“

Um den sich ändernden Rahmenbedingungen gerecht zu werden und den Schulungsbedarf der ehrenamtlichen Mitarbeiter bei den Rollenden und Stationären Waldschulen in Nordrhein-Westfalen zu decken, bietet der Landesjagdverband kostenlose Seminare für Lernort-Natur-Einsteiger an.

Die Referentin ist Sigrid Ruß, Landesobfrau für Lernort Natur.

Die nächsten Termine:

  • Walderlebnisschule Bochum: 6003: Samstag, 1. Juli 2017, 10:00 – 16:30 Uhr
  • Gangelt: 6002: Samstag, 8. Juli 2017, 10:00 – 16:30 Uhr

Anmeldungen nimmt die LJV-Geschäftsstelle, Gabelsbergerstr. 2, 44141 Dortmund, Fax: 02304/9789610, E-Mail: mjunge@ljv-nrw.de derzeit noch entgegen. Die Teilnahme ist kostenlos (Verpflegung in Eigenregie).

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Laschet kündigt Verbesserungen im Landesjagdgesetz und eine Politik des Dialogs auf Augenhähe für den ländlichen Raum an

(LJV NRW) Wende auf dem Landesjägertag in Gütersloh

Laschet kündigt Verbesserungen im Landesjagdgesetz und eine Politik des Dialogs auf Augenhähe für den ländlichen Raum an

Sehr geehrte Damen und Herren,

Armin Laschet, CDU-Parteivorsitzender und designierter NRW-Ministerpräsident, kündigte auf dem Landesjägertag am 10. Juni in Gütersloh neben einer inhaltlichen Überarbeitung des NRW-Landesjagdgesetzes auch eine neue Dialogkultur gegenüber dem gesamten ländlichen Raum an.

Laschet hob die Leistungen der Jäger für die Gesellschaft, den Natur- und Artenschutz und die Bedeutung der Jagd als Kulturgut hervor. Er betonte aber zugleich die Aufgabe der Politik, dieses Engagement zu würdigen und hinreichend zu fördern, anstatt den Versuch zu unternehmen, die Jäger ins gesellschaftliche Abseits stellen zu wollen, wie dies in der jüngeren Vergangenheit geschehen sei.

Ralph-Müller Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes NRW, betonte, dass bei der anstehenden Gesetzesnovelle nicht die Rückkehr zu Altem, sondern die Hinwendung zum Guten und die Zukunftsfähigkeit der Jagd im Vordergrund stehen müssen. „Jetzt besteht die Chance, zu einem modernen Jagdgesetz und zu weiteren neuen Gesetzen für den ländlichen Raum zu kommen – und zwar nicht gegen die Hauptbetroffenen, sondern mit ihnen. Wir arbeiten dafür, dass es weitergeht und wie es weitergeht.“

Johannes Röring MdB, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes ging in seiner Festrede ebenfalls auf die Hoffnungen ein, die der ländliche Raum mit dem Wahlergebnis vom 14. Mai 2017 verbindet.

Im Rahmen des Landesjägertages erhielt der Hegering Vlotho aus der Kreisjägerschaft Herford den Biotophegepreis der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung NRW für die Gründung des „Vlothoer Forums Natur“.

Den Lernort-Natur-Preis der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung NRW erhielt die Kreisjägerschaft Essen für ihr Projekt Lernort Natur in der Kreisjägerschaft Essen.

Beide Preise sind mit jeweils 2000,- Euro dotiert.

Mit mehr als 1000 Teilnehmern war der Landesjägertag 2017 bestens besucht. Hinzu kamen zahlreiche Schaulustige auf den Jägermarkt vor der Stadthalle Gütersloh. Dort informierten Jäger, Falkner, Landwirte und auch Köche über die Jagd, Jäger, die Jägerinitiative Lernort Natur sowie das leckere Produkt der Jagd, Wildbret.

Musikalisch umrahmt wurden der Landesjägertag und der vorgelagerte Jägermarkt von über 100 Jagdhornbläsern.

Seine Forderungen an ein modernes und zukunftsfähiges Landesjagdgesetz hatte der Landesjagdverband NRW bereits mit seiner „Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW“ benannt. Im Einzelnen sind dies:

  • Ausdehnung der Hegepflicht und des Aneignungsrechtes durch Wiederherstellung des jagdrechtlichen Tierartenkatalogs auf alle heimischen Tierarten im Sinne von § 2 Abs. 1 BJG
  • Angemessene Jagdzeiten auf nicht im Bestand bedrohte Wildarten
  • Erleichterung von Schonzeitaufhebungen zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden
  • Sicherstellung einer flächendeckenden Bejagungsmöglichkeit, Jagdbeschränkungen und Jagdverbote (auch in Schutzgebieten) müssen die Ausnahme bleiben
  • Stärkung des Jagdschutzes
  • Verbesserung des Wildschutzes und des Schutzes von Bodenbrütern durch praxisgerechte Regelungen zur Fang- und Baujagd sowie zur Prädatorenbejagung
  • Wiedereinführung praxis- und tierschutzgerechter Regelungen zum Füttern und Kirren von Wild
  • Tierschutzgerechte Regelungen zur Ausbildung von Jagdhunden, die sich am Einsatz der Hunde in der Jagdpraxis orientieren
  • Wirksamer rechtlicher Schutz aller jagdlichen Einrichtungen vor widerrechtlicher Benutzung und vor Beschädigung
  • Stärkung der an demokratischen Grundsätzen ausgerichteten Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Jagdrechtsinhaber und Jäger bei jagdbehördlichen Entscheidungen
  • Unverzügliche Abschaffung der Jagdabgabepflicht für alle Jagdscheininhaber
  • Strikte Trennung der Rechtskreise Jagdrecht und Naturschutzrecht, unter anderem durch Aufnahme einer umfassenden Unberührtheitsklausel im Landesnaturschutzgesetz

Gütersloh, 10. Juni 2017

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schneider
(Pressesprecher)
Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e. V.

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Jäger bestätigen Bestandsrückgang in der Agrarlandschaft

Bundesregierung sieht Bestandsrückgang von Brutvögeln in der Agrarlandschaft. Monitoring-Daten der Jäger bestätigen diesen Trend für das Rebhuhn. Der DJV begrüßt, dass die Bundesregierung erstmals den Einfluss von Fressfeinden als bedeutend einstuft und fordert Lebensraumverbesserung gemeinsam mit Landwirten.

(DJV, Berlin, 12. Mai 2017) Die Zahl der Brutvögel in der Agrarlandschaft hat in den vergangenen Jahren europaweit abgenommen. In ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage hat die Bundesregierung vergangene Woche den Bestandsrückgang allein beim Rebhuhn in Deutschland von 1990 bis 2015 auf 84 Prozent beziffert. Die Daten der Jäger aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) bestätigen dies: Demnach haben Wissenschaftler im Nordwestdeutschen Tiefland, dem einstigen Hauptverbreitungsgebiet der Rebhühner, 2015 nur noch 0,53 Paare pro Quadratkilometer gezählt, wie aus dem aktuellen WILD-Bericht hervorgeht. Das sind 45 Prozent weniger als neun Jahre zuvor. Dieser Rückgang fällt zusammen mit der politisch gewollten Abschaffung der obligatorischen Stilllegungsflächen. Europaweit betroffen waren von dieser Regelung 38.000 Quadratkilometer Brachflächen, also wertvolle Lebensräume für Vogelarten der Agrarlandschaft. In Deutschland waren es 7.000 Quadratkilometer.

Bundesregierung räumt Einfluss von Fressfeinden auf Artenvielfalt ein

Als entscheidende Faktoren für den Rückgang bei den Vogelarten nennt die Bundesregierung  „Lebensraumveränderungen, Verringerung des Nahrungsangebotes (insbesondere Rückgang der Insektenbiomasse) und direkte Verfolgung (Prädation)“. Erstmals misst die Bundesregierung damit dem Einfluss von Fressfeinden (Prädation) eine besondere Bedeutung zu, was der DJV begrüßt. Gleichzeitig kritisiert der Verband die politisch motivierten Beschränkungen der Jagd in Naturschutzgebieten sowie der Jagd mit Fallen in einigen Bundesländern. „Wenn wir die heimische Artenvielfalt erhalten wollen, gibt es nur zwei Stellschrauben: Lebensräume erhalten und verbessern sowie Fressfeinde reduzieren“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Dirk-Henner Wellershoff und forderte von Politik und Behörden mehr Unterstützung.

Jäger unterstützen Projekte zur Biotopverbesserung

Jäger haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen gestartet, um Lebensräume für Offenlandarten wie Feldlerche, Kiebitz oder Rebhuhn zu verbessern. Das Ziel: die zum Teil sehr intensiv genutzten Agrarflächen wieder strukturreicher gestalten. Insbesondere Rebhühner benötigen einen hohen „Grenzlinienanteil“ aus Hecken, Rainen oder Blühstreifen, in denen sie ausreichend Wildkräuter und vor allem auch lebensnotwendige Insekten für ihre Küken finden und vor den zahlreichen Fressfeinden geschützt sind. Aktuellstes Projekt: Seit Anfang 2017 unterstützt der DJV das europäische Gemeinschaftsprojekt PARTRIDGE mit dem Ziel, die Biodiversität in verschiedenen internationalen Testflächen zu steigern. Die Lebensbedingungen der Zeigerart Rebhuhn sollen dabei durch Agrarumweltmaßnahmen beispielhaft verbessert werden. Projektträger ist die englische „Game and Wildlife Conservation Trust“, nationaler Partner die Universität Göttingen mit Projektleiter Dr. Gottschalk.

Weniger Bürokratie für mehr Artenvielfalt

Für ungenügend hält der DJV die derzeitige Umsetzung der Greening-Vorgaben aus Brüssel: Der Anbau von Zwischenfrüchten und Hülsenfrüchten (Leguminosen) hat nur geringe positive Wirkung auf die Artenvielfalt. Als Ökologische Vorrangflächen sollten viel stärker Brachen, Blühstreifen und Streifenelemente angelegt werden, die nachweislich positive Effekte auf die Biodiversität haben. Dies funktioniert laut DJV nur gemeinsam mit den Landwirten, die derzeit mit unnötigen bürokratischen Hürden und einem hohen Sanktionsrisiko konfrontiert werden. Der DJV fordert eine Vereinfachung in der Verwaltungspraxis.

Wildtierfreundliche Biomasseproduktion

Zudem macht sich der DJV im Netzwerk Lebensraum Feldflur für eine wildtierfreundliche Ergänzung der Biomasseproduktion stark: Geeignete Saatgutmischungen heimischer Wild- und Kulturpflanzen bieten innovative Ansätze, Energieerzeugung aus Biomasse enger mit den Zielen des Landschafts-, Natur- und Artenschutzes zu verknüpfen. Um kurzfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Wildpflanzen als Substrat für Biogasanlagen und die Akzeptanz des Anbausystems zu verbessern, fordert das „Netzwerk Lebensraum Feldflur“ eine Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Gleichzeitig sollte der Anbau von Wildpflanzen und ihre Nutzung in Biogasanlagen als ökologische Vorrangfläche im Rahmen des Greenings anerkannt werden.

Keine politischen Stolpersteine für die Jagd

Neben der Verbesserung von Lebensräumen ist die Bejagung von Fressfeinden eine wichtige Stellschraube für den Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Allein der anpassungsfähige Fuchs hat in den vergangenen drei Jahrzehnten seinen Bestand in Deutschland verdreifacht – dank erfolgreicher Tollwutimpfung. Hinzu kommen gebietsfremde, Fleisch fressende Arten wie Waschbär oder Mink. Die Fangjagd ist die effektivste Methode, insbesondere nacht- und dämmerungsaktive Raubsäuger zu bejagen. Der DJV macht deutlich, dass politisch motivierte Hürden für die Jagd – etwa Einschränkung in Schutzgebieten, Verkürzung der Jagdzeiten, Verbot der Fangjagd – der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft schaden.

Die Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage
von Bündnis 90/Die Grünen: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812195.pdf

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W A I D M A N N S H E I L – Herzlichen Glückwunsch


14 Schüler der Jagdschule Röhrtal (Hegering Sundern) legten Anfang Mai ihre Jagdscheinprüfung im Kreishaus Meschede mit Erfolg ab.
Wildtierkunde, Waffenkunde, Waffenhandhabung, Wildbretthygiene, Waffenhandhabung sowie Jagd- und Waffenrecht waren die schwerpunktmäßigen Unterrichtsinhalte. Aber auch die Themen Jagdhunde, jagdliche Praxis , Naturschutz und Land- und Waldbau wurden unterrichtet.

Ein Besuch des Tierparks Olderdissen in Bielefeld – wieder bei Regen -, fand regen Zuspruch.
Wir bedanken uns bei allen Ausbildern für Ihren unermüdlichen Einsatz und Unterstützung. Des weiteren bedanken wir uns bei Herrn Hermann Schulte, der uns für Übungszwecke (Aufbrechen, Wildbretthygiene) 1 Stück Damwild zur Verfügung gestellt hat.
Danke im Namen der Jagdschule Röhrtal – Barbara Korditzke

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Bock auf Bockjagd

Die Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“ von dlv-Jagdmedien und Deutschem Jagdverband (DJV) startet ins dritte Jahr: Das ist die Chance für interessierte Stadtmenschen, Naturliebhaber oder auch kritische Mitbürger einen Jäger auf der Jagd zu begleiten, um sich ein eigenes Bild zu machen. Dokumentieren Jäger oder Jagdgäste das Erlebnis mit Bild und kurzem Text, können Sie hochwertige Preise gewinnen.

(DJV, Berlin, 29. April 2017) Am 1. Mai startet die Jagd auf den Rehbock – die perfekte Gelegenheit für Jäger, einen Gast mit auf den Hochsitz zu nehmen und ihm zu zeigen, weshalb die Jagd so spannend ist! Auch in diesem Jahr sind alle Jägerinnen und Jäger aufgerufen, Teil der Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“ (#jaeben17) zu werden. Ob Ansitz, Hundetraining oder Biotoppflege: Jagd hat viele Facetten. Auch ein gemeinsames Wildgrillen oder eine Waldralley mit Kindern sind tolle Aktionen, um über die Jagd zu informieren. „Wir wollen transparent machen, was wir Jäger in Wald und Feld tun und erklären, wieso wir jagen“, sagt Dr. Hermann Hallermann, Vizepräsident im Präsidium des Deutschen Jagdverbandes (DJV). „Das Dabeisein und Erleben fördert das Verständnis für die Jagd als nachhaltige Nutzungsform in unserer Kulturlandschaft. Und selbst erleben ist immer besser als tausend Worte.“

Halten Jagdgast oder Jäger das Erlebnis mit Foto und kleinem Bericht fest, können sie zudem wertvolle Preise gewinnen. Ein kurzer Text und ein Foto genügen, um am Ende vielleicht einen der attraktiven Hauptgewinne in den Händen zu halten. Die Übergabe findet Anfang Februar 2018 auf der Messe „Jagd & Hund“ in Dortmund statt.

Einsendeschluss ist der 30. November 2017. „Gemeinsam Jagd erleben“ ist eine Aktion der dlv-Jagdmedien (unsere Jagd, PIRSCH, Niedersächsischer Jäger, jagderleben.de) und des DJV. 2015 wurde die Aktion ins Leben gerufen, um Nichtjäger zu begeistern und gegebenenfalls mit Vorurteilen aufzuräumen. Die Resonanz war so groß, dass auch 2017 „Gemeinsam Jagd erleben“ erneut startet.

Mitmachen, aber wie?

Teilnehmen kann (und soll) jeder: Einfach Texte, Bilder oder Videoclips senden an jaeben@jagderleben.de. (Bei großen Datenmengen bitte gängige Filesharing-Programme benutzen.) Vom Gewinnspiel ausgenommen sind hauptamtlich tätige Mitarbeiter des DJV, der Landesjagdverbände und der Deutschen Landwirtschaftsverlag GmbH. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Informationen gibt es unter www.jaeben.jagderleben.de. Unter #jaeben17 erscheinen die eingesandten Beiträge auch auf der Facebook-Seite www.facebook.com/jaeben.jagd.erleben sowie auf Twitter.

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Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild-Überläufer

Die in § 1 Abs. 1 Nr. 5 Landesjagdzeitenverordnung Nordrhein-Westfalen festgelegte Schonzeit für Überläuferkeiler und Überläuferbachen wird vom der unteren Jagdbehörde des Hochsauerlandkreises vom 01. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2017 aufgehoben. Von der Schonzeitaufhebung ausgenommen sind führende Stücke. Die Regelung gilt für alle Reviere unseres Hegerings, von der Schonzeitaufhebung ausgenommen sind aber die geschlossenen Waldbereiche. Für die erlegten Stücke ist eine detaillierte Melde- und Nachweispflicht in der Allgemeinverfügung geregelt.

Die Details und Rahmenbedingungen der Ausnahmeregelung können in der Allgemeinverfügung Überläufer des HSK hier nachgelesen werden.

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WILD: Jäger veröffentlichen neue Monitoring-Daten

(DJV) Der DJV hat heute aktuelle Monitoring-Daten zu Wildtieren in Deutschland veröffentlicht. Im Fokus standen 2015 gebietsfremde Arten wie Waschbär, Marderhund und Mink. Jäger erfassten zudem das Vorkommen von Biber, Fischotter und Nutria. Insgesamt werteten Wissenschaftler Daten zu 15 Tierarten und zwei häufigen Wildkrankheiten aus.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute die Online-Version des Jahresberichts 2015 für das Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) veröffentlicht. Darin enthalten: Daten zu 15 heimischen Wildarten und zwei Wildkrankheiten, die Jäger in knapp 24.000 Revieren erhoben haben. Der 52-seitige Bericht liefert neben interessanten Fakten detaillierte Informationen zur bundesweiten Verbreitung der Arten sowie zu deren Populationsentwicklung in den vergangenen Jahren. Die Ergebnisse sind mit zahlreichen Karten und Grafiken illustriert.

Einen Schwerpunkt im WILD-Jahresbericht 2015 bilden die semiaquatischen Arten Biber, Fischotter und Nutria. Das Ergebnis: Bei allen drei Arten sind deutliche Ausbreitungstendenzen festzustellen. Insbesondere die Nutria ist in immer mehr Revieren anzutreffen. So konnte diese in den vergangenen zehn Jahren ihr Verbreitungsgebiet verdoppeln und kommt 2015 in 16 Prozent aller Reviere vor. Auch die Verbreitung der gebietsfremden Arten Waschbär, Marderhund und Mink, die Jäger bereits seit 2006 erfassen, wird detailliert im WILD-Jahresbericht erörtert. Erstmals enthält der Bericht zudem Informationen zur Verbreitung der Bisamratte, die im Rahmen der Flächendeckenden Erfassung 2015 das erste Mal durch das WILD-Monitoring erfasst wurde. Ergänzt wird der Bericht durch Gastbeiträge von Wissenschaftlern, die Einblick in aktuelle Forschungsthemen geben.

Das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschland ist eine Initiative des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und seiner Landesjagdverbände. Jäger erfassen und dokumentieren bereits seit 2001 gemeinsam mit Wissenschaftlern die Verbreitung und Bestandsentwicklung ausgewählter Wildarten auf wissenschaftlicher Basis.

Den aktuellen WILD-Bericht 2015 sowie weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet:
www.jagdverband.de/content/ergebnisse-und-publikationen.

Bis zu drei Printexemplare können kostenfrei über die DJV-Service und Marketing GmbH angefordert werden, bei mehr Ausgaben sind die Versandkosten zu zahlen: Friesdorfer-Str. 194a, 53175 Bonn,
Tel. (0228) 3 87 29-00, E-Mail: info@djv-service.de

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