Fangjagdseminar der Kreisjägerschaft

Im vergangenen Jahr konnte die KJS Hochsauerland aufgrund des großen Interesses zwei Fangjagdlehrgänge durchführen. Auch in diesem Jahr werden wir ein Fangjagdseminar mit Wildmeister Christian Franke durchführen. Der Lehrgang findet am 18.6.2021 im Raum Eslohe statt. Voraussetzung ist natürlich, dass die zu diesem Zeitpunkt gültige Coronaschutzverordnung eine entsprechende Veranstaltung zulässt.

Das Fangjagdseminar wird in zwei Hauptblöcke von jeweils vier Stunden unterteilt. Entsprechende Kaffee- und Mittagspause kommen noch hinzu. Wir werden morgens gegen 8 Uhr beginnen und gegen 17 Uhr die Veranstaltung beenden. Inhalte sind gesetzliche Rahmenbedingungen, Einweisung und Handhabung der üblichen Lebendfanggeräte inklusive der Vorstellung elektronischer Fangmelder und Erklärung des tierschutzgerechten Fangschusses. Jeder Teilnehmer erhält die Bescheinigung zur Anerkennung der Fangqualifikation gemäß §29 DVO LJG NRW. Für den Kurs berechnet die KJS Hochsauerland einen Kostenbeitrag in Höhe von 100 € – hierin enthalten sind sowohl die Kursgebühr als auch Getränke und Mittagsimbiss. Wir sollten mit dem Thema Fangjagdkurs und Corona vernünftig und pragmatisch umgehen. Wenn kurzfristig zumutbare Zusatzkosten auf uns zu kommen sollten, wird dies den Teilnehmern offen mitgeteilt. Stand jetzt sollte zumindest jeder Teilnehmer davon ausgehen, dass vor Beginn der Veranstaltung vor Ort ein Schnelltest zu Selbstkosten (ca. 5 €) ausgeben wird.
Die Anmeldung läuft nach dem Windhundeverfahren. Soll heißen, dass die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben werden. Dazu ist die Vollständigkeit der anzugebenden Daten zwingend erforderlich.
Schriftliche Anmeldungen schicken Sie bitte per E-Mail unter Angabe der folgenden Daten an ansgar.wulf@kettenwulf.com:

Nachname (ggf. Titel):
Vorname:
Straße/ Hausnummer:
PLZ/Wohnort:
Geburtsdatum/ -ort:
Personalausweis-Nr./ ausstellende Behörde:
Jagdschein-Nr./ Gültigkeit Jagdschein/ ausstellende Behörde:
Name Hegering (in der KJS Hochsauerland):
LJV NRW Mitgliedsnummer:

Der erste Meldeschluss ist der 30. April 2021. Der zweite Meldeschluss ist der 31. Mai 2021.
Dies ist eine Veranstaltung der KJS Hochsauerland, daher werden wir unsere Mitglieder bevorzugen. Bis zum 30. April sind die Plätze folglich exklusiv für Mitglieder der KJS Hochsauerland reserviert. Sollten nach dem ersten Meldeschluss noch Plätze frei sein, werden wir diese auch an Nicht-KJS Hochsauerland Mitglieder vergeben, hier ist allerdings zumindest eine Mitgliedschaft im LJV NRW Voraussetzung. Zugelassen sind weiterhin nur Inhaber eines gültigen Jagdscheins. Jagdscheinanwärter können nicht berücksichtigt werden.
Sollten Sie einen der 15 Plätze erhalten, werden Sie von der KJS Hochsauerland gebeten, die Kursgebühr innerhalb von 14 Tagen zu überweisen. Erst mit dem fristgerechten Zahlungseingang ist ihre Anmeldung vollständig. Bei Jagdhundeprüfungen ist Nenngeld gleich Reuegeld. So werden wir dies auch in Zukunft bei dem Fangjagdkurs halten. Sollten Sie sich nach der Anmeldung abmelden und Sie können keinen Teilnehmer als Ersatz bringen bzw. der KJS Hochsauerland ist es nicht möglich einen Nachrücker zu finden, werden wir aufgrund der vorhanden Fixkosten die Gebühr einbehalten.
Neben der Fangjagdqualifikation ist so ein Seminar eine gute Gelegenheit den jagdlichen Horizont zu erweitern. Wir freuen uns, wenn der Fangjagdlehrgang auf reges Interesse stößt. 

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Informationstag für Hundekurs

Auch in diesem Jahr bietet der Hegering Sundern einen Vorbereitungskurs für die Brauchbarkeitsprüfung von Jagdhunden. Zu diesem Kurs gibt es eine unverbindliche Infoveranstaltung am 02. Mai um 10:00 Uhr. Interessenten werden gebeten, sich bei dem Hundeobmann Matthias Mertens anzumelden unter Tel.: 0175 / 52 86 753 oder m.mertens(at)hegering-sundern.de. Details zur Durchführung werden dann entsprechend der aktuellen Entwicklungen mit den Interessierten zeitnah ausgetauscht.

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Gründonnerstag kein offenes Schießen

Am Gründonnerstag, dem 1.4.2021, findet kein offenes Schießen statt.

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Schonzeitaufhebung Rehwild im April

Die Unteren Jagdbehörde im HSK informiert zur Aufhebung der Schonzeit von Rehwild im April 2021 wie folgt:


Wie im vergangenen Jagdjahr hat der Hochsauerlandkreis auch für das kommende Jagdjahr 2021/2022 die Schonzeit für Schmalrehe und Böcke entsprechend des Erlasses vom Ministerium für Landwirtschaft, Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW aufgehoben. Die Allgemeinverfügung hierzu finden Sie im Amtsblatt vom 23.12.2020 oder unter der folgenden Verlinkung https://www.hochsauerlandkreis.de/fileadmin/user_upload/Fachbereich_1/FD_11/Amtsblaetter/Amtsblaetter_2020/00_Amtsblatt_25_2020.999.pdf.

Aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres muss ich auch in diesem Jahr davon ausgehen, dass nicht alle Jagdausübungsberechtigten von der Schonzeitaufhebung erfahren werden. Da der Erlass jedoch auch Angaben zu der Art der Bekanntmachung machte, war die Schonzeitaufhebung mittels Allgemeinverfügung bekanntzumachen. Ich möchte sowohl die Kreisjägerschaft, als auch die Hegeringe darum bitten, Ihre Mitglieder, über die für Sie zur Verfügung stehenden Kanäle (E-Mail Verteiler, Chatgruppen, etc.), auf die Allgemeinverfügung hinzuweisen.

Ferner enthält diese E-Mail das Formular (hier verlinkt), mit welchem mir die jeweilige Strecke bis zum 10.05. zu melden ist. Dieses Formular wird in den kommenden Tagen im Service Portal des Hochsauerlandkreises eingestellt werden und ist zwingend zu verwenden.

Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei der Aufhebung der Schonzeit für Schmalrehe und Böcke um ein Recht zur Bejagung im April handelt und nicht um eine Verpflichtung. Sollten einzelne Jagdausübungsberechtigten von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen, ist dies auch vollkommen in Ordnung. Ich bitte in diesem Fall jedoch dennoch um Übersendung des beiliegenden Formulars mit dem Hinweis der „Fehlanzeige“.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Svetlana Sommer

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Schießstand für Jäger eingeschränkt wieder geöffnet

Ab März kann der Schießstand unter einschränkenden Bedingungen wieder genutzt werden. Wie bereits vor der Schließung ist eine Nutzung ausschließlich durch im LJV organisierte Jagdscheininhaber möglich, der Nachweis ist vor Ort zu erbringen. Die Nutzung beschränkt sich auf das An- und Einschießen von Waffen, den Erwerb des gesetzlichen Schießnachweises sowie Funktionsprüfungen von Langwaffen. Die Kurzwaffenanlagen bleiben geschlossen.

Grundsätzlich ist der Schießstand nach Terminabsprache mit der Standleitung nutzbar. Jeweils Donnerstags ist von 16:00 – 19:00 Uhr eine Nutzung für die oben genannten Zwecke ohne Voranmeldung möglich. Aufgrund der einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregelungen ist nur eine minimale Zahl gleichzeitiger Schützen zulässig. Bitte planen Sie daher in dieser Zeit u.U. deutliche Wartezeiten ein.

Auf dem gesamten Schießstandgelände sind die Abstands- und Hygieneregelungen strengstens einzuhalten. Ein Aufenthalt in den Gebäuden ist, abseits des eigentlichen Schießens, nicht zulässig. Den Weisungen des Standpersonals ist unbedingt Folge zu leisten.

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Interessierte für Drohnenprojekt gesucht

Das Absuchen von Flächen vor der Mahd mit der Wärmebildkamera hat sich als eine sehr effektive Methode zum Schutz unserer heimischen Tierwelt herausgestellt. Der Einsatz erfolgt über eine Drohne unmittelbar am frühen Morgen vor der Mahd. Hierdurch kann eine hohe Effektivität erreicht werden.

Der Vorstand erwägt, sich als Hegering Sundern in diese Form der Wildhege einzubringen. Jüngst ist hierzu in NRW auch eine Förderung aufgelegt worden, die die Beschaffung geeigneter Technik unterstützt. Ein effektiver Einsatz ist aber nur möglich, wenn für die Bedienung der Drohne geeignete Personen zur Verfügung stehen, die in der Mähsaison für die notwendigen, oft spontanen Einsätze bereit stehen. Da dies kaum von einer Einzelperson abgedeckt werden kann macht ein Engagement als Hegering daher nur Sinn, wenn sich ein Team bildet, dass die Aufgabe gemeinschaftlich übernimmt.

Der Vorstand bitte daher an einer Mitarbeit Interessierte, sich zunächst bei Vorsitzenden Claus-Jürgen Honigmann zu melden. Im Kreis der Interessierten soll dann das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

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Nachtsichttechnik am Zielfernrohr – was ist in NRW erlaubt?

Dortmund, 16. Februar 2021 (LJV NRW). Der LJV hat über den Einsatz von Nachtsichttechnik bei der nächtlichen Schussabgabe in seinen Gremien lange diskutiert und seine Positionierung ausführlich erörtert, da die Haltung zu dieser Technik unter den Jägern verschieden ist. Schließlich hat sich der LJV, insbesondere unter den Aspekten der ASP-Prophylaxe, dafür ausgesprochen, eine jagdrechtliche Regelung auch in NRW einzufordern. Diese sollte gem. den aktuellen waffenrechtlichen Möglichkeiten auch den Einsatz zulässiger Wärmebildgeräte und die Möglichkeit diese Technik bei der Pirsch einzusetzen umfassen.

Mit Inkrafttreten einer Änderung der ASP-Jagdverordnung NRW am 30.1.2021 ist das Land NRW dieser Forderung in Teilen nachgekommen, indem es in bestimmtem Umfang den Einsatz von künstlichen Lichtquellen und Nachtsichtgeräten für die Bejagung von Schwarzwild zulässt. Dies war der schnellste Weg, notwendige jagdrechtliche Regelungen zum Einsatz dieser Technik zu treffen, hatte aber auch zur Folge, dass die Regelungen nur für die Bejagung des Schwarzwildes gelten konnten. Der neue § 2 der ASP-Jagdverordnung NRW lautet wie folgt:

„§ 2 Maßnahmen zur Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest

Abweichend von § 19 Absatz 1 Nummer 5 Buchstabe a des Bundesjagdgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849), das zuletzt durch Artikel 291 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) geändert worden ist, ist die Verwendung von künstlichen Lichtquellen sowie von Nachtsichtaufsätzen und Nachtsichtvorsätzen (Dual-Use-Geräte) für Zielfernrohre, die eine elektronische Verstärkung besitzen, für die Bejagung von Wildschweinen zulässig. Die waffenrechtlichen Bestimmungen sind zu beachten und bleiben von dieser Regelung unberührt.

Eine Schussabgabe ist nur von erhöhten Ansitzen und auf eine maximale Distanz von 100 Metern zulässig.“

Die Landesregierung begründet die Einführung dieser Regelung und die darin getroffenen Einschränkungen gegenüber den Regelungen des Waffengesetzes und den jagdrechtlichen Vorgaben anderer Bundeländer in der Sache wie folgt:

„Gemäß dem Landtagsbeschluss vom 27. November 2020 Drucksache 17/11846 soll die Zulassung von Nachtzielgeräten und künstlichen Lichtquellen für die Jagd analog zu anderen Bundesländern auf dem Verordnungswege schnell und rechtssicher umgesetzt werden. Zu diesem Zwecke wird die Verordnung über die Anwendung besonderer jagdlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ergänzt.

Durch das Auftreten der ASP in Brandenburg und Sachsen ist es notwendig geworden, die Präventionsmaßnahmen zur Abwehr der ASP zu verstärken. Hierzu zählt auch die Zulassung von künstlichen Lichtquellen und Nachtsichtgeräten zur verstärkten Bejagung von Wildschweinen. Eine verstärkte Bejagung, verbunden mit einer Reduktion der Wildschweinbestände, kann zu einer deutlichen Absenkung der Infektionsgefahr beitragen.

Durch die Erweiterung der ASP-Jagdverordnung werden künstliche Lichtquellen sowie Nachtsichtgeräte nur in Form von Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen, die Restlicht verstärken und ohne eigene Montageeinrichtung mittels Adapter an Zielfernrohren befestigt werden (Dual-Use-Geräte), für die Bejagung von Wildschweinen durch alle Jägerinnen und Jäger im Rahmen der gültigen waffenrechtlichen Regelungen zugelassen. Demnach ist die Verbindung von künstlichen Lichtquellen und Infrarotstrahlern mit der Schusswaffe zurzeit noch nicht zulässig.

Künstliche Lichtquellen sowie Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze für Zielfernrohre werden für die Bejagung von Wildschweinen durch alle Jägerinnen und Jäger mit einem gültigen Jagdschein im Rahmen der gültigen waffenrechtlichen Regelungen zugelassen. Die Terminologie wurde aus dem Waffengesetz, § 40 Absatz 3 i.V.m Anlage 2 Abschnitt 1 Nummer 1.2.4.2 übernommen.

Da im Umgang mit Nachtsichtgeräten bei der Jagdausübung nur wenig Erfahrung vorliegt, muss insbesondere Nordrhein-Westfalen mit seiner dichten Besiedlung auf Sicherheitsaspekte achten. Nachtsichtgeräte mit Bildwandler wandeln das für den Menschen nicht sichtbare Infrarotlicht in sichtbares Licht um (Wärmebild). Diese künstlichen Bilder können der Schützin oder dem Schützen eine trügerische Sicherheit vortäuschen, die Hindernisse im Vordergelände oder einen nicht ausreichenden Kugelfang im Hintergelände nicht hinreichend bestimmt erkennen lassen. Diese Geräte eignen sich hervorragend für die Lokalisierung und Identifizierung von Wild, aber nicht für die Schussabgabe in einem dichtbesiedelten Raum. Zur Eindämmung möglicher Gefahren werden Geräte mit Bildumwandler für die Schussabgabe daher nicht zugelassen. Zur Erhaltung der Sicherheit wird die Schussabgabe begrenzt und ist nur von erhöhten Ansitzen aus und auf eine maximale Distanz 100 Metern zulässig.

Die Verwendung von künstlichen Lichtquellen und Infrarotstrahlern ist aufgrund der waffenrechtlichen Beschränkung zurzeit nur zulässig, wenn sie nicht mit der Schusswaffe verbunden werden.“

Für NRW bedeutet dies in Kürze folgendes:

  • Taschenlampen oder Infrarotstrahler dürfen wegen der waffenrechtlichen Regelungen nicht mit der Waffe/dem Zielfernrohr verbunden werden. Schwarzwild darf nur mit ihnen angeleuchtet werden, wenn sie zum Beispiel auf einem separaten, von der Waffe getrennten Stativ oder am Ansitz befestigt werden.
  • Geräte, die auf Wärmebildtechnik basieren sowie digitale, restlichtverstärkende Nachtsichtgeräte mit Bildwandlern, sind für die Schussabgabe verboten.
  • Nachtsichtvor- und Nachtsichtaufsätze die das Bild mittels einer elektronischen Verstärkung aufhellen dürfen auch für die Schussabgabe eingesetzt werden.  Auch diese dürfen keine an- oder eingebauten   Infrarotstrahler haben. Auch nicht, wenn diese nicht eingeschaltet werden.
  • Nachtsichtvor- und Nachtsichtaufsätze dürfen nur mittels Adapter an das Zielfernrohr montiert werden.
  • Geräte mit eigener Montageeinrichtung und/oder einem integrierten Absehen sind unzulässig. 
  • Der Einsatz dieser Technik ist nur für die Bejagung von Schwarzwild, nicht für die von Raubwild zulässig. Auch das Nachtjagdverbot auf die übrigen Wildarten gilt weiterhin.
  • Die Schussabgabe mit der zulässigen Technik ist nur von erhöhten Ansitzeinrichtungen auf eine maximale Distanz von 100 Metern zulässig. Die Schussabgabe bei der Pirsch in Verbindung mit dieser Technik ist unzulässig.

Die baldig erwartete Änderung des Bundesjagdgesetzes wird auch in Sachen Nachtsichttechnik Regelungen treffen. Darin sollen dann auch weitere, bis jetzt in NRW nicht zulässige Nachtsichtvor- und Nachtsichtaufsätze (ausgenommen solche mit eigenem Absehen) sowie der Einsatz von Infrarotstrahlern und anderen künstlichen Lichtquellen in Verbindung mit der Waffe zugelassen werden. Auch die Erlegung invasiver Arten wie Waschbär und Marderhund mittels der zulässigen Nachtsichttechnik sollen dann ermöglicht werden. Diese Änderung des Bundesjagdgesetzes wird dann auch in NRW für eine weitere Änderung der Rechtslage sorgen können.

Begrifflichkeiten in Kürze erklärt:

Infrarotstrahler geben für das Auge unsichtbares Infrarotlicht ab. Dieses wird von angestrahlten Objekten reflektiert, von restlichtverstärkenden Nachtsichtgerät erkannt und von ihnen in ein sichtbares Bild umgewandelt. Sie ermöglichen so die Aufhellung des Bildes.

Restlichtverstärker ermöglichen die Nachtsicht, indem sie das wenige nachts sichtbare Licht zur Aufhellung des Bildes verstärken oder Infrarotlicht in sichtbares Licht umwandeln.

Wärmebildgeräte erfassen die zum Beispiel vom Wildkörper ausgehende Wärmestrahlung und wandeln diese in ein Bild um.

Nachtsichtaufsatz- und Nachtsichtvorsatzgeräte werden an das Okular bzw. vor das Objektiv der Tageslichtoptik (z. B. Zielfernrohr) gesetzt. Zu den Vorsatzgeräten gehören auch solche, in NRW nicht zulässigen Geräte, die nicht an der Optik befestigt werden, sondern unmittelbar auf der Waffe (z.B. auf einer Picatinny-Schiene).

Dual-Use-Geräte sind solche Restlichtverstärker (oder Wärmebildgeräte), die zur Beobachtung sowie in Verbindung mittels eines Adapters mit einer Tageslichtoptik (z. B. Zielfernrohr) zur Schussabgabe benutzt werden können.

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LJV räumt Irritationen bei Jagdscheinverlängerungen aus dem Weg

Dortmund, 10. Februar 2021 (LJV NRW). Zu erheblichen Verunsicherungen bei nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jägern führte eine Textergänzung, die einige untere Jagdbehörden an den Antragsformularen zur Jagdscheinverlängerung vorgenommen hatten. Der beanstandete Schlussabsatz lautete:

„Es ist mir nicht bekannt, dass bei der zuständigen Verfassungsschutzbehörde Tatsachen vorliegen, die Bedenken gegen die Zuverlässigkeit gem. § 5 Abs. 2 und 3 WaffG begründen. Sollte die ausstehende Zuverlässigkeitsprüfung gem. § 5 Abs. 5 Nr. 4 WaffG dennoch Bedenken gegen meine Zuverlässigkeit begründen, bin ich mit dem Widerruf des Jagdscheins einverstanden und werde gegen eine ggf. erfolgte Anordnung der sofortigen Vollziehung keinen Antrag gem. § 80 Abs. 5 VwGO stellen.“

Der Landesjagdverband NRW (LJV NRW) hielt dieses Vorgehen einiger Jagdbehörden für rechtlich problematisch und hatte seine Bedenken gegenüber dem NRW-Umweltministerium sowie öffentlich geäußert. Zugleich hatte der  Landesjagdverband NRW seinen Mitgliedern geraten, zur Vermeidung von jagd- und waffenrechtlichen Nachteilen und zur Vermeidung von Verzögerungen bei der Jagdscheinverlängerung das jagdbehördliche Antragsformular auch dann zu unterzeichnen, wenn es den oben angeführten Passus enthält.

Aufgrund weiterer Interventionen durch den Landesjagdverband NRW hat das NRW-Umweltministerium heute die unteren Jagdbehörden Nordrhein-Westfalens angewiesen, den beanstandeten Passus zu streichen. „Auch eine handschriftliche Streichung ist möglich,“ so das Ministerium.

Hintergrund dieser aktuellen Maßgabe ist auch, dass durch die Implementierung der Online-Sicherheitsprüfung (OSIP) den Behörden in Kürze die Überprüfung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit gem. § 5 Abs. 2 und 3 WaffG im Rahmen der Regelabfrage beim Verfassungsschutz umfassend und hinreichend schnell möglich sein wird.

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