LJV räumt Irritationen bei Jagdscheinverlängerungen aus dem Weg

Dortmund, 10. Februar 2021 (LJV NRW). Zu erheblichen Verunsicherungen bei nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jägern führte eine Textergänzung, die einige untere Jagdbehörden an den Antragsformularen zur Jagdscheinverlängerung vorgenommen hatten. Der beanstandete Schlussabsatz lautete:

„Es ist mir nicht bekannt, dass bei der zuständigen Verfassungsschutzbehörde Tatsachen vorliegen, die Bedenken gegen die Zuverlässigkeit gem. § 5 Abs. 2 und 3 WaffG begründen. Sollte die ausstehende Zuverlässigkeitsprüfung gem. § 5 Abs. 5 Nr. 4 WaffG dennoch Bedenken gegen meine Zuverlässigkeit begründen, bin ich mit dem Widerruf des Jagdscheins einverstanden und werde gegen eine ggf. erfolgte Anordnung der sofortigen Vollziehung keinen Antrag gem. § 80 Abs. 5 VwGO stellen.“

Der Landesjagdverband NRW (LJV NRW) hielt dieses Vorgehen einiger Jagdbehörden für rechtlich problematisch und hatte seine Bedenken gegenüber dem NRW-Umweltministerium sowie öffentlich geäußert. Zugleich hatte der  Landesjagdverband NRW seinen Mitgliedern geraten, zur Vermeidung von jagd- und waffenrechtlichen Nachteilen und zur Vermeidung von Verzögerungen bei der Jagdscheinverlängerung das jagdbehördliche Antragsformular auch dann zu unterzeichnen, wenn es den oben angeführten Passus enthält.

Aufgrund weiterer Interventionen durch den Landesjagdverband NRW hat das NRW-Umweltministerium heute die unteren Jagdbehörden Nordrhein-Westfalens angewiesen, den beanstandeten Passus zu streichen. „Auch eine handschriftliche Streichung ist möglich,“ so das Ministerium.

Hintergrund dieser aktuellen Maßgabe ist auch, dass durch die Implementierung der Online-Sicherheitsprüfung (OSIP) den Behörden in Kürze die Überprüfung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit gem. § 5 Abs. 2 und 3 WaffG im Rahmen der Regelabfrage beim Verfassungsschutz umfassend und hinreichend schnell möglich sein wird.

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Hegeringversammlung wird verschoben

Die traditionell im März durchgeführte Hegeringversammlung als Mitgliederversammlung unseres Hegerings und für die Hegeschau im Gebiet unseres Hergerings wird aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage bis auf Weiteres verschoben. Ein neuer Termin wird festgelegt, wenn die Entwicklungen die Durchführung einer Versammlung realistisch möglich machen.

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Veranstaltungen der Jagdausübung bis zum 31.01.2021 – Umsetzung der Corona-Schutzverordnung im HSK

Mit der Verlängerung der umfassenden Corona-Schutzmaßnahmen sind Anpassungen im Bereich der Jagd auf Schalenwild vorgenommen worden. Hierdurch soll eine notwendige Bejagungen im Einklang mit den Corona-Schutzmaßnahmen im Januar noch ermöglicht werden.

Der Landesjagdverband NRW informiere dazu am Wochenende wie folgt:

„Neue Coronaschutzverordnung tritt am 11. Januar in Kraft

Düsseldorf/Dortmund, 8. Januar 2021 (MAGS/LJV NRW). Am 7. Januar hat die NRW-Landesregierung die neue Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) verkündet. Sie tritt am 11. Januar 2021 in Kraft und ersetzt dann die derzeitige Coronaschutzverordnung.

Abweichend vom generellen Veranstaltungsverbot sind unter Beachtung aller sonstigen Regelungen dieser neuen Coronaschutzverordnung Veranstaltungen zur Jagdausübung zulässig, wenn die zuständige untere Jagdbehörde feststellt, dass diese zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur Seuchenvorbeugung durch Reduktion der Wildschweinpopulation vor dem 31. Januar 2021 dringend erforderlich sind.

Bei den nach dieser Verordnung zulässigen dringend erforderlichen Veranstaltungen zur Jagdausübung darf bezogen auf feste und namentlich dokumentierte Gruppen von jeweils höchstens fünf Personen innerhalb der Gesamtgruppe der Teilnehmer der Mindestabstand unterschritten werden.

Die einfache Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer ist sicherzustellen.

Der Landesjagdverband ruft seine Mitglieder zur penibelsten Einhaltung sämtlicher Coronaschutzmaßgaben auf. Darüber hinaus muss immer auch geprüft werden, inwieweit bestimmte Situationen Anlass zu Diffamierungen durch Jagdgegner bieten könnten, wie sie in jüngster Vergangenheit leider vorgekommen sind (siehe Rheinisch-Westfälischer Jäger 1/21, Seite 19).

Alle Infos zur Jagd in Zeiten von Corona hat der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen auf seiner Homepage www.ljv-nrw.de in einer Sonderseite zusammengefasst. Über weitere Erläuterungen der neuen Coronaschutzverordnung, die das NRW-Umweltministerium ggf. noch erlassen wird, informiert der Landesjagdverband seine Mitglieder umgehend.“

Mit Schreiben vom 12.01.21 hat die Untere Jagdbehörde die Hegeringsleitungen im Hochsauerlandkreis informiert, dass im Hochsauerlandkreis die Reduktion der Wildschweinpopulation vor dem 31. Januar 2021 dringend erforderlich ist und in sofern die Voraussetzungen für eine Bejagung gemäß der Landesverordnungen geschaffen:

Veranstaltungen der Jagdausübung bis zum 31.01.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie darüber informieren, dass die untere Jagdbehörde des
Hochsauerlandkreises festgestellt hat, dass Veranstaltungen der
Jagdausübung zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur
Seuchenvorbeugung durch Reduktion der Wildschweinpopulation vom
12.01.2021 bis zum 31.01.2021 dringend erforderlich ist.

Veranstaltungen der Jagdausübung unterliegen jedoch weiterhin streng
den übrigen Vorgaben der geltenden Coronaschutz-VO. Insbesondere
verweise ich auf die Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln.

Ferner sind mindestens 48 Stunden vor einer solchen Veranstaltung
folgende Stellen bezüglich des Zeitraums, des Jagdbezirkes und der
Teilnehmeranzahl schriftlich zu informieren:
– untere Jagdbehörde des Hochsauerlandkreises
– die zuständige örtliche Ordnungsbehörde
– die zuständige Polizeiwache

Änderungen der o.g. Feststellung aufgrund eines Anstieges der
7-Tage-Inzidenz behalte ich mir vor.“

Veranstaltung zur Jagdausübung sind daher unter strenger Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen sowie der entsprechenden Anmeldungen bis zum Ende des Januar möglich.

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Sammeln von erlegtem Raubwild für die neue Fellwechsel Vertrieb GmbH geht weiter

Dortmund, 18. Dezember 2020 (LJV NRW). Die vom Deutschen Jagdverband und dem Landesjagdverband Baden-Württemberg ins Leben gerufene Fellwechsel GmbH hat ihr operatives Geschäft größtenteils an die neu gegründete Fellwechsel Vertrieb GmbH mit Sitz in Schleswig-Holstein übertragen. Dies wurde aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation notwendig.

Auslöser sind Umsatzeinbrüche durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 „Ziel ist es, die Krise zu überstehen und dieses international einmalige Projekt zur Nutzung nachhaltiger Ressourcen nicht sterben zu lassen. Wir bedanken uns bei allen, die Sammelstellen betreiben, die uns finanziell unterstützen und die uns trotz aller Schwierigkeiten treu geblieben sind“, so Fellwechsel-Geschäftsführer Andreas Leppmann.

Einige Landesjagdverbände, so auch der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen, haben sich bereiterklärt, die Logistik zwischen Sammelstellen und Fellwechsel Vertrieb GmbH sicherzustellen. Für NRW wird diese Aufgabe ab sofort von der Fellwechsel Vertrieb GmbH direkt übernommen. Alle Änderungen zur neuen Saison und die jeweiligen Ansprechpartner sind in einer NRW-Sammelstelleninfo den Sammelstellen direkt mitgeteilt worden.

Die noch ausstehenden Gutschriften zahlt die Fellwechsel GmbH je nach Liquiditätslage weiter aus. Noch nicht gelieferte Auftragsarbeiten werden versandt, sobald diese aus der Gerbung zurückkommen. Wer auf seine Gutschrift zugunsten des Projektes verzichten möchte, kann dies immer noch per E-Mail unter info@fellwechsel.org tun. Jagen bedeutet aktiver Natur- und Artenschutz. Erlegtes Raubwild zu nutzen, bedeutet, Erdölverbrauch zu minimieren und bedrohten Arten zu helfen. Besser geht es nicht.

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Umweltministerium erläutert neue Coronaschutzverordnung vom 16. Dezember

Düsseldorf/Dortmund, 18. Dezember 2020 (MULNV/LJV NRW). Mit Bezug auf die jüngste Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) hat das NRW-Umweltministerium heute weitere Maßgaben zur Jagd unter Corona-Bedingungen erlassen.

Aufgrund der Coronaschutzverordnung in der Fassung vom 16.12.2020 ist die Durchführung aller Gesellschaftsjagden (Veranstaltungen zur Jagdausübung) bis einschließlich zum 10. Januar 2021 nicht mehr zulässig. Dies betrifft auch die Bejagung von Schalenwild.

Für den Zeitraum bis 10. Januar 2021 ist die Jagdausübung im folgenden Umfang zulässig:

Einzeljagd – ja.

Jagd in Begleitung – ja, mit Auflagen: Mit Personen aus dem eigenen oder einem weiteren Hausstand, jedoch maximal 4 Personen, da Gesellschaftsjagden nicht zulässig sind.

Gesellschaftsjagd – generell nein

Gemeinschaftsansitz (auch mit Anrühren)  – ja, mit Auflagen: sofern die Jäger sich telefonisch oder per Messenger abstimmen, einzeln anfahren und einzeln ansitzen. Wild anrühren, bergen, versorgen und abtransportieren sowie persönliche Treffen nach der Jagd ist nur mit Personen aus dem eigenen oder einem weiteren Hausstand, jedoch maximal 4 Personen, zulässig. Dabei darf es keine wechselnden Gruppenkonstellationen geben. Es muss sich wirklich insgesamt praktisch um eine gleichzeitige Einzeljagd handeln.

Bitte tragen Sie durch Beachtung der jetzt bis zum 10.01.2021 geltenden strikten Begrenzungen mit zu einer Eindämmung des aktuell sehr kritischen Infektionsgeschehen bei. Hier können und sollten gerade Jägerinnen und Jäger in unserer Gesellschaft auch eine Vorbildfunktion übernehmen.

Das NRW-Umweltministerium weist zudem darauf hin, dass Verstöße gegen die o.g. Personenbegrenzungen unmittelbar bußgeldpflichtig sind!

Die Bejagungsmöglichkeiten nach dem 10. Januar 2021 werden von der Entwicklung der Coronapandemie abhängen. 

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Schießstand gegenwärtig geschlossen

Aufgrund der verschärften Corona-Schutzregeln ist der Schießstand zunächst bis zum 10. Januar 2021 geschlossen. Ob und in welchem Rahmen die Nutzung nach diesem Datum möglich ist wird sich entsprechend der dann geltenden Bestimmungen ergeben.

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Schießstand nur eingeschränkt geöffnet

Entsprechend der gegenwärtigen Regelungen zur Kontaktreduzierung ist der Schießstand des Hegerings Sundern nur noch eingeschränkt für jagdlich notwendige Zwecke geöffnet. Die Bedingungen sind

  • Öffnung nur für Jäger (Jagdschein und LJV-Mitgliedskarte sind vorzulegen)

Möglich sind

  • Probeschuss
  • Waffe einschießen
  • Erwerb des Schießnachweis
  • Jagdschule

Der Schießstand kann an Werk- und Samstagen für obige Zwecke stundenweise gebucht werden. Terminanfrage richten Sie bitte telefonisch an Schießstandleiter Werner Humpert unter 0171/4759104.

Die Nutzung des Schießstandes ist auch an den den öffentlichen Terminen ausschließlich für die o.g. Zwecke möglich.

Auf dem gesamten Gelände sind die aktuellen Abstands- und Versammlungsvorgaben zu beachten. In den Räumen dürfen sich dem entsprechend maximal zwei Personen aufhalten.

Halten Sie unbedingt die Sicherheitsabstände auf dem gesamten Gelände ein und befolgen Sie die Anweisungen des Schießstand-Personals.

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LJV-Mitgliederversammlung am 30. Oktober abgesagt

Sicherer Termin online im ersten Quartal 2021

Dortmund, 15. Oktober 2020 (LJV NRW). Die Mitgliederversammlung des Landesjagdverbandes am 30. Oktober in Bielefeld ist wegen der erneut verschärften Covid 19-Pandemie abgesagt worden und wird in digitaler Form Anfang 2021 nachgeholt.

„Angesichts der wieder enorm gestiegenen Risiken erschien uns aus Gründen des Gesundheitsschutzes nur diese Entscheidung verantwortbar“, erläuterte LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg den entsprechenden Beschluss, den das LJV- Präsidium in einer Telefonkonferenz am Mittwochnachmittag (14. Oktober) gefasst hat. 

Die Versammlung mit der Wahl des neuen Präsidiums und dem Beschluss zur Einführung des Jagdbeitrages soll so schnell wie möglich im ersten Quartal 2021 nachgeholt werden. „Damit wir coronabedingt nicht ein weiteres Mal verschieben müssen, haben wir uns für eine Online-Durchführung im Februar oder März 2021 entschieden. Nur so können wir garantieren, dass die bereits zweimal verschobene Versammlung dann tatsächlich stattfinden kann“, sagte Müller-Schallenberg. Mit dem Termin Anfang 2021 bleiben die Wahrung der Einladungsfrist und die Organisation der rechtssicheren Abwicklung der Versammlung gewährleistet, „vor allem aber auch die gründliche und zuverlässige Information der Mitglieder über die Vorbereitung und den Ablauf der Versammlung in digitaler Form“, so Müller-Schallenberg, der wie das gesamte LJV-Präsidium bis zur Neuwahl im Amt bleibt.

Der Landesjagdverband hat bereits mit der Vorbereitung der Online-Mitgliederversammlung begonnen und dazu Gespräche mit professionellen Dienstleistern aufgenommen. Bereits seit Monaten finden vergleichbare Zusammenkünfte online statt, etwa in Hauptversammlungen mit den Eigentümer-Beschlussfassungen großer Aktiengesellschaften. Zudem wäre bei Vertagung bis zur regulären Mitgliederversammlung des Landesjagdverbandes im Frühjahr oder Sommer nächsten Jahres aus heutiger Sicht eine Präsenzveranstaltung selbst zu diesem fernen Zeitpunkt nach den derzeitigen Erfahrungen mit der Pandemie keineswegs sicher möglich.

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